Nico Hülkenberg macht in Barcelona einen Schritt nach vorn
Nico Hülkenberg hat auf dem Circuit de Catalunya die Ziellinie als 16. überquert. Der jüngste DVAG -Partner zieht ein positives Fazit vom Wochenende in Barcelona.
“Persönlich bin ich über meine Qualifying-Runden glücklich”, lautete Hülkenbergs Bilanz. Auch sein erstklassiger Start und das verbesserte Auto geben dem Williams-Piloten Auftrieb für die nächsten Rennen.
Der Start in den Großen Preis von Spanien war in den Trainingseinheiten am Freitag noch etwas holprig verlaufen, ein Unfall bremste Hülkenbergs Testprogramm am Nachmittag. “Ich kam zu weit raus, fuhr zu sehr über den Randstein und das Auto setzte auf. Es ist schade, denn dadurch verloren wir viel Trainingszeit”, so der 22-Jährige.
Doch Williams leistete ganze Arbeit. “Die Mechaniker haben es wirklich schnell repariert und ich bin rechtzeitig in meine Qualifying-Einheit gekommen”, dankte der Youngster seinem Team.
Stark im Qualifying
Den größten Fortschritt sah man im Qualifying: Hülkenberg stellte seinen Boliden auf Startplatz 13 ab. “Hier habe ich mein Setup besser in den Griff bekommen als in Shanghai. Mein Qualifying war dieses Mal ziemlich gut. Ich bin heute mit meiner Leistung zufrieden”, freute er sich, auch wenn es für den letzten Durchgang, die Top Ten, noch nicht ganz reichte. “Ich habe alles gegeben, denn es gab eine kleine Chance, dass wir es in den dritten Qualifying-Durchgang schaffen.”
Ziel soll es nun sein, Hülkenbergs Geschwindigkeit aus dem ersten Qualifying-Durchgang mitzunehmen. Sein Bolide hatte am Samstagmorgen einen neuen Unterboden erhalten. Das brachte den 22-Jährigen einen Schritt nach vorn. Er habe, so Hülkenberg, alles aus dem Auto herausgeholt. Teamkollege Rubens Barrichello enttäuschte mit Startplatz 17 – damit verkürzte Hülkenberg im internen Qualifikationsduell auf 2:3.
Lob vom Team
Im Rennen konnte das Talent dann nicht ganz mit dem erfahrenen Brasilianer mithalten. Während Barrichello sich um acht Positionen auf Rang neun verbesserte und zwei WM-Pünktchen einheimste, landete Hülkenberg auf Rang 16.
“Ich hatte einen recht guten Start. Aber in der ersten Runde fühlte ich mich, als wäre ich immer zur falschen Zeit am falschen Ort – ich weiß nicht, warum”, äußerte sich Hülkenberg zunächst ratlos. Ein Ausritt nach dem ersten Boxenstopp beschädigte seinen Boliden. “Ich hatte deshalb weniger Abrieb. Danach verlief das Rennen sehr schwierig für mich”, so der amtierende GP2-Champ.
“Beide Autos hatten einen tollen Start und Nico hatte einen guten ersten Stint”, lobte Sam Michael, Technischer Direktor im Williams-Team, die Leistung der Piloten.
Spannendes Duell mit Rosberg
Zudem lieferte Hülkenberg einen der spannendsten Zweikämpfe des GP von Spanien ab. Der Youngster duellierte sich mit seinem Namensvetter Nico Rosberg im Mercedes. In Runde 41 tauchte Rosberg in Hülkenbergs Rückspiegel auf. Es begann ein erbitterter Fight um Platz 15. Zehn Runden lang wehrte sich der Formel-1-Neuling erfolgreich, ehe er den Silberpfeil ziehen lassen musste.
“Es war nicht einfach für mich, ihn in Schach zu halten, weil mein Auto so schwer zu fahren war”, erklärte Hülkenberg im Ziel: “Er war dann im Endeffekt viel schneller und da riskiert man dann auch nichts mehr.”
Nach vier Rennen hat der Deutsche nun einen WM-Zähler auf dem Konto und ist 15. der Fahrerwertung.

