Streckencheck Malaysia: Schumis Angriff auf die Spitze?
Sebastian Vettels Favoritenrolle beim Malaysia-GP ist unbestritten. Doch auch Michael Schumacher und sein Mercedes-Team erwarten sich vom Rennen in Kuala Lumpur eine Menge.
Der DVAG-TeamBlog erklärt, worauf es für den Partner der DVAG bei Qualifikation und Rennen (bei uns im Liveticker) in Sepang ankommt – und wie seine Chancen stehen: der Streckencheck.
Hitzeschlacht, Regenschlacht, Reifenschlacht
Für die Überschrift über den Malaysia-GP hat man freie Auswahl. Hitzeschlacht, weil in der Regel rund 35 Grad bei mehr als 90 Prozent Luftfeuchtigkeit zu erwarten sind – auch diesmal wieder. Das macht den Grand Prix zu einem der physisch anspruchsvollsten der ganzen Saison. Kondition kann hier in den letzten Runden ein Faktor sein.Regenschlacht, weil der auf 16 Uhr Ortszeit verlegte Rennstart zur Folge hat, dass die Piloten in das beinahe tägliche tropische Gewitter hineinfahren. Sintflutartiger Regen ist auch für dieses Wochenende angesagt, der das Rennen zur Lotterie machen kann.
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Reifenschlacht, weil der heiße Asphalt und die zahlreichen schnellen Kurven die Pneus so sehr fordern wie kaum ein anderer Kurs. Da kommen höchstens Istanbul und Barcelona ran.Großer Vorteil an dem Kurs, den im Übrigen die Fahrer sehr gerne mögen, sind die beiden sehr langen Geraden, an deren Ende man sehr gut überholen kann. Dank des verstellbaren Heckflügels bietet sich in diesem Jahr besonders die erste Kurve zum Überholen an. Auf der etwas längeren Gegengeraden ist die Nutzung des Systems nicht erlaubt.
Streckendaten
Name: Sepang International Circuit
Ort: SepangLänge: 5,543 Kilometer
Runden: 56
Renndistanz: 310,408 Kilometer
Kurven: 10 Rechtskurven, 5 Linkskurven
Reifenwahl
Soft und hard: Pirelli setzt auf die gleiche Kombination wie in Melbourne – und die hat dort ausgezeichnet funktioniert und ist von allen Seiten sehr gelobt worden. Aber: Bei der Hitze und in den schnellen Kurven von Malaysia werden die Pneus deutlich härter rangenommen als in Melbourne. In einem trockenen Rennen rechnet Pirelli daher diesmal mit drei bis vier Boxenstopps pro Fahrer. Da gilt es, im Qualifying so viele Reifensätze wie möglich zu sparen. Im Regen wird es spannend sein zu sehen, wie die Regenreifen und Intermediates funktionieren. Die hatten bisher nur bei den Tests in Barcelona ein paar Einsätze.
Neue Technik, neue Regeln – Was Schumi jetzt lernen muss
Wetter-Prognose
Freitag: wolkig, 32-33 Grad, 20 Prozent Regen-Risiko
Samstag: leichte Gewitter, 27-33 Grad, 60 Prozent Regen-Risiko
Sonntag: leichte Gewitter, 26-33 Grad, 75 Prozent Regen-Risiko
Das bewegt Mercedes
Der Saisonstart war enttäuschend. Auf der Suche nach den Fehlern bei KERS und dem Heckflügel, die in Melbourne eine gute Abstimmung des Autos verhindert haben, ist das Team von Michael Schumacher zwar fündig geworden, hat aber auch wertvolle Entwicklungszeit verloren.
“Man kann schon davon ausgehen, dass das Ressourcen bindet, die man in die Problembewältigung investieren muss”, gab der Partner der DVAG zu, stellte aber auch klar: “In Australien haben wir nicht unser echtes Auto gesehen. Unsere Erwartungshaltung ist jetzt so, dass wir hier Lösungen dafür haben, was wir in Australien gelernt haben, und dahin kommen, wo wir beim Testabschluss in Barcelona waren.”
Zeitplan
Samstag, 7 Uhr: 3. Training
Samstag, 10 Uhr: Qualifying
Sonntag, 10 Uhr: Rennen




