Britta Heidemann will um Olympia kämpfen
In der sizilianischen Stadt Catania hat Degenfechterin Britta Heidemann eine schwere Niederlage erlitten. Die Olympiasiegerin scheiterte bei der WM im Einzel in der Vorrunde – das ist ärgerlich, weil die Qualifikation für die Olympischen Spiele in London im nächsten Jahr jetzt noch schwerer wird.
Aber es gibt keinen Grund aufzugeben. Die Quali ist auch über den Teamwettbewerb möglich, der noch aussteht. Der TeamBlog drückt die Daumen für das Quartett Britta Heidemann (oben im Bild rechts), Imke Duplitzer, Ricarda Multerer und Monika Sozanska.
Blass, aber äußerlich gefasst, kommentierte die 28-Jährige am Montag ihr Debakel nach der schlimmen Bilanz von nur einem Sieg, aber vier Pleiten: “Ich bin natürlich selbst geschockt. Das ist mir, seitdem ich fechte, noch nie passiert.”
Buchautorin Heidemann (“Erfolg ist eine Frage der Haltung”) fühlte sich eigentlich bestens, als sie auf Bahn Nummer 5 die Gefechte aufnahm: “Es gab keinen richtigen Ansatz dafür, dass es mir nicht gut gehen würde aus irgendwelchen Gründen.” Irgendwie habe es “einfach nicht gereicht”, irgendwie war ihr ganzer Tag ein einziges Dilemma.
Heidemann will fighten
Die London-Qualifikation über die Einzelwertung ist für Britta Heidemann fast nicht mehr möglich – doch sie will fighten. Am Sonntag will sie im Quartett mit Imke Duplitzer, Ricarda Multerer und Monika Sozanska den Fauxpas schnell wieder gut und sich selbst frischen Mut machen: “Bei mir ist es häufig so – gegen die Starken bin ich ein Stück weit auf eine natürlichere Weise noch motivierter.”
Und im Team gibt es bei einer WM keine schwachen Konkurrenten wie im Einzel-Pool. Dort war sie “an bestenfalls ordentlichen Fechterinnen” (Fecht-Sportdirektor Manfred Kaspar) nach Treffern knapp, gescheitert. Aber Kaspar ist weiter von Heidemann überzeugt: “Es ist ihre Stärke, in Krisensituationen zurückzukommen.”
TeamBlog drückt die Daumen
Der TeamBlog drückt ganz fest die Daumen, dass es im Mannschaftswettbewerb besser läuft. Und überhaupt: Für die Qualifikation haben die Athleten bis zum März nächsten Jahres Zeit.
Besser lief es für Peking-Gewinner Benjamin Kleibrink. Ein halbes Jahr nach seinem Motorradunfall feierte der für Tauberbischofsheim fechtende Kölner ein vielversprechendes Comeback. Mit fünf Siegen und nur einer Niederlage zog er direkt in den Medaillenkampf am Donnerstag ein. Titelverteidiger Peter Joppich war für die Top 64 gesetzt.
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