26 Jan

Schumachers Saisonvorbereitung – hartes Training und viel Geduld

In den vergangenen Wochen hat es der Rekordweltmeister lockerer angehen lassen. Die Familie und Erholung im Schnee standen im Vordergrund. Mittlerweile trainiert Michael Schumacher aber wieder und wartet ungeduldig darauf, ins Cockpit zu steigen.

Bevor er sein neues Auto testen kann, dauert es aber noch. Es wird erst zur zweiten Testrunde in Barcelona fertig sein.

 

Noch knapp zwei Wochen, dann wird Michael Schumacher wieder in sein Silberpfeil-Cockpit steigen. Am siebten Februar beginnt die erste Testrunde der Formel 1 im südspanischen Jerez. “Die Vorfreude wächst mit jedem Tag; ich bin schon richtig ungeduldig”, verkündete der Rekordweltmeister auf seiner Homepage.

Schumacher ist also bereit für die dritte Saison seit seinem Comeback. Schließlich ist er gut erholt. Die freie Zeit zwischen den Tagen verbrachte er mit seiner Familie im Schnee  – so wie jedes Jahr, wenn er sich ganz seiner Frau Corinna und seinen beiden Kindern, Tochter Gina Lisa (14 Jahre) und Mick (11 Jahre), widmen kann: “Es war eine harmonische Zeit; richtig schön. Wir mögen es einfach in den Bergen, es ist einerseits gemütlich und andererseits kann man auf vielerlei Art aktiv sein”, erzählt er.

Fit durch tägliches Training

Natürlich kann es sich ein Hochleistungssportler wie Michael Schumacher nicht leisten, zwei oder drei Monate gänzlich untätig zu sein. Denn auch ein Formel-1-Pilot muss körperlich topfit sein, um den extremen Belastungen seines Sports gewachsen zu sein. Der Rekordweltmeister hält sich mit täglichem Training fit: “Ich habe Mitte Dezember bis Weihnachten eine Phase eingeschoben, wo ich so gut wie gar nichts gemacht habe an Training”, gesteht er. “Aber seit der Woche nach Weihnachten bin ich wieder regelmäßig am Trainieren, und länger hätte ich diese passive Zeit wohl auch nicht durchgehalten”.

Während Schumacher eisern trainiert, arbeitet das Mercedes-Team unter Hochdruck im englischen Brackley an dem neuen Rennauto, dem MGP W03, das Schumacher und seinem Teamkollegen Nico Rosberg endlich die ersehnten Siege bringen soll. Allerdings hält Schumacher den Zeitpunkt für zu früh, um eine konkrete Prognose für die neue Saison abzugeben: “Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, dass sich die Wahrheit erst auf dem Platz zeigte, wie man im Fußball so schön sagt. Selbst nach den Wintertests, das zeigen die Erfahrungen des Vorjahres, kann man die Situation noch nicht richtig beurteilen. Daher möchte ich in diesem Jahr die ersten Rennen abwarten.”

Noch viel zu tun

Schumacher muss sich gedulden. Denn der neue Silberpfeil wird erst zum Start der zweiten Testrunde am 21. Februar in Barcelona der Weltöffentlichkeit präsentiert, und auch dann erst erhält Schumacher die Gelegenheit, sein neues Arbeitsgerät ausführlich zu testen. Im ersten Testlauf in Jerez muss er noch mit dem alten Auto vorlieb nehmen. Anfang März findet schließlich der dritte Test statt, wiederrum in Barcelona. Und von dort geht es direkt in den Flieger nach Melbourne, wo am 18. März der erste Grand Prix stattfindet – und bis dahin gibt es noch eine Menge zu tun.