Schumacher präsentiert den neuen Silberpfeil
Am Morgen war es soweit: Michael Schumacher hat mit seinem Teamkollegen Nico Rosberg den neuen Silberpfeil präsentiert. Selbst für den siebenmaligen Weltmeister war es ein spezieller Moment auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona.
Er sei “voller Hoffnung und Vorfreude”, sagte Schumacher anschließend.
Am frühen Dienstagmorgen bedeckte noch ein schwarzes Tuch den silbernen Boliden. Mehrere Dutzend Fotografen hatten sich vor der Mercedes-Garage auf dem Circuit de Catalunya versammelt, um erste Bilder vom neuen Silberpfeil, offizieller Name Mercedes AMG W03, zu schießen und in die Welt hinaus zu senden. Gegen halb neun war es soweit. Gemeinsam zogen Schumacher und Rosberg das Tuch vom neuen Mercedes-Rennwagen und das Blitzlichtgewitter der Fotografen brach los.
Die auffälligste Änderung: Aus dem Silberpfeil ist ein Silberstorch geworden. Wie alle neuen Formel-1-Autos (außer dem McLaren) hat Schumachers neuer Dienstwagen einen auffallenden Höcker in der Frontpartie, die jetzt aussieht wie ein Schnabeltier, ein Enten- oder Storchenschnabel. Es bleibt dem Auge des Betrachters überlassen, wie er die neue Form bezeichnet. Ein ansprechende Ästhetik war beim Mercedes (wie bei den Autos der Konkurrenz auch) nicht das Ziel, sondern Schnelligkeit in Verbindung mit einer optimierten Aerodynamik. Durch bestimmte Regeländerungen sahen sich die Teams gezwungen, den Höcker in die Frontpartie einzubauen.

Michael Schumacher (r.), Teamchef Ross Brawn und Nico Rosberg (l.) präsentierten auf dem Circuit de Catalunya den Mercedes AMG W03
Dennoch zeigte sich Schumacher zum Auftakt der zweiten Testphase optimistisch und in bester Stimmung: “Ich habe ja schon einige Rollouts und Vorstellungen neuer Autos hinter mir, aber selbst nach all den Jahren fühlt sich das immer noch besonders an”, sagte er.
Der 43-Jährige absolvierte die ersten Runden im neuen Wagen. Wie er sich anfühlt, wusste Schumacher aber bereits. Zusammen mit Rosberg war er schon 454 Kilometer für Filmaufnahmen gefahren. “Ein gutes Gefühl und gute Rückmeldungen” hat Schumacher nach den ersten Eindrücken vom W03: “Wir werden von nun an intensiv daran arbeiten, ihn zu einem wettbewerbsfähigen Rennauto zu entwickeln”

