25 Jun

3. Platz – Michael Schumacher rast ins Glück

Schampus auf dem Podium: Michael Schumacher jubelt über seinen 3. Platz in Valencia.

Endlich ist es soweit: Michael Schumacher hat beim Großen Preis von Europa in Valencia die Rückkehr auf das Podium gefeiert. Der Silberpfeil-Pilot wurde Dritter – sein erster Podestplatz nach knapp sechs Jahren! Der TeamBlog gratuliert.

Dabei war der Rekordweltmeister nur als Zwölfter ins Rennen gegangen, raste aber mit Glück und Geschick ganz nach vorn.

Als Michael Schumacher nach einem verrückten Rennen auf dem Stadtkurs von Valencia als Dritter über die Ziellinie raste, wusste er noch gar nicht, dass er so weit vorn gelandet war. Über Boxenfunk fragte er sein Team: “Wo bin ich angekommen?” Er hatte nur die Boxentafel des hinter ihm fahrenden Mark Webbers gesehen, die ihm kurz vor Schluss Position acht und sieben anzeigte. “Ich wusste nur, dass ich einen Platz vor ihm bin”, meinte Schumi. “Und dann haben mir die Jungs gesagt, das ist der dritte Platz, du bist auf dem Podium. Ich konnte es nicht glauben!”

Bis dahin hatte Schumacher eine beeindruckende Aufholjagd gezeigt. Er war nach einer verpatzten Qualifikation nur als Zwölfter ins Rennen gegangen und hatte sich kontinuierlich im Feld bis auf den fünften Rang vorgearbeitet. Am Ende kam das Glück hinzu. Eine Kollision zwischen Lewis Hamilton und Pastor Maldonado schenkte ihm den dritten Platz – das war vielleicht eine kleine Entschädigung für das Pech der letzten Wochen. Zuletzt hatte Schumacher am 1. Oktober 2006 bei seinem Sieg in Shanghai auf dem Treppchen gestanden – eine lange Zeit.

Schumacher: Endlich hat es geklappt

“Wow, ich habe während des Rennens keine einzige Sekunde daran gedacht, heute auf dem Podium zu stehen. Das ist ein wundervolles Resultat! Endlich hat es geklappt! Nach einer so langen Wartezeit und noch dazu nach einem so unerwarteten Sprung auf das Podest, bin ich überglücklich”, freute sich Schumacher nach dem Erfolg überschwänglich.

Seine Rückkehr auf das Podest hat nicht nur die deutschen Anhänger des Rekordweltmeisters jubeln lassen. Auch internationalen Medien sind beeindruckt, vor allem die in seiner früheren sportlichen Heimat Italien. Die Gazzetta dello Sport schrieb: “Schumacher zeigt im Finale, was er kann. Er ist ein Meister, der nie aufgibt.” Tuttosport meinte: “Schumacher feiert endlich. In seinem zweiten Leben ist er viel entspannter und viel offener als in der Vergangenheit.” Und La Repubblica konstatierte: “Er hat den dritten Platz schon seit längerer Zeit verdient.”