„Wieder ein Finale, wieder ein Drama, wieder ein Erfolg. Unsere U19-Nationalmannschaft hat da angeknüpft, wo wir mit dem A-Team in Rio aufgehört haben. Ich war in Budapest vor Ort, ich habe die Mannschaft und Trainer Marcus Sorg erlebt – bei den Spielen, im Training, im Teamhotel. Deswegen kann ich auch für die U19 nennen, was schon für das A-Team mitentscheidend für den Erfolg gewesen ist: der Teamgeist.

Es war beeindruckend zu erleben, wie die Spieler füreinander eingestanden sind, wie sie sich gegenseitig geholfen, motiviert und unterstützt haben. Talent und individuelle Klasse sind alleine nicht viel wert, große Spieler und Teams entstehen aus dem Sinn für die Gemeinschaft. Mit dem WM-Titel für die Nationalmannschaft und dem EM-Titel der U19 gibt es dafür nun zwei weitere frische und gute Beispiele.

Ein tolles Team hinter dem Team

Der DFB erlebt erfolgreiche Wochen – und ich freue mich für alle, die an diesen Erfolgen ihren Anteil haben. Das sind ganz wesentlich Spieler, Trainer und Betreuer, aber auch die vielen Mitarbeiter in der DFB-Zentralverwaltung in Frankfurt. Jeder von ihnen trägt seinen Anteil dazu bei, dass dieser riesige Apparat so reibungslos funktioniert. Meine Erfahrungen mit den Mitarbeitern des DFB sind ausnahmslos positiv. Ich freue mich schon jetzt darauf, künftig mehr Zeit in Frankfurt und in der Otto-Fleck-Schneise beim DFB zu verbringen, wenn ich ab dem 1. September als Sportdirektor des DFB in einen neuen Abschnitt starte.

Ohne Abschiedsschmerz zu neuen Aufgaben

Mit dem Titel in Brasilien war mir das bestmögliche Ende meiner Zeit als Assistenztrainer vergönnt. Das letzte Abschlusstraining, die letzte Teamsitzung, die letzte Ansprache – all das lief für mich weitgehend ohne Wehmut ab. Weil dieses überragende Ziel, das Finale im Maracana, der Titel für Deutschland, alles andere überlagert hat. Außerdem sehe ich meinen Wechsel auf den Sportdirektorenposten nicht als Abschied von der Nationalmannschaft. In neuer Rolle bin ich künftig für alle Auswahlmannschaften des DFB zuständig – natürlich auch für das A-Team. Die Zusammenarbeit mit Joachim Löw, Oliver Bierhoff, Andi Köpke und allen anderen wird auch in neuer Konstellation so sein, wie sie bisher gewesen ist: respektvoll, vertrauensvoll, freundschaftlich.”