Ein erfolgreicher Banker entscheidet eines Tages: „Ich fang‘ nochmal von vorne an!“ Im Jahr 2011, inmitten der Finanzkrise, ein mutiger Schritt.

Sascha Rabe war einst Deutschlands jüngster Bankdirektor und hatte bis dato einen erfolgreichen Lebenslauf hinter sich. Als Führungskraft mit großer Verantwortung für seine Mitarbeiter hatte er geschafft, wovon viele träumen. Trotzdem entschied er sich vor vier Jahren dazu, die Richtung zu ändern und als selbstständiger Unternehmer neu zu starten.

Statt einen Personalabbauplan zu befolgen, wollte ich lieber etwas tun, was für die Menschen einen Wert hat und ihnen hilft“

Interessante Stationen

Die Karriere von Sascha Rabe in allen Details wiederzugeben, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Dennoch ist es wichtig, ein paar Stationen zu kennen, um zu verstehen, warum er sich für einen Wechsel entschied.

Nach dem Studium an der Hochschule für Bankwirtschaft in Frankfurt und an der IUP Banque Assurance in Caen (Frankreich) arbeitete er sich 13 Jahre bis zum Direktor hoch.

In dieser Zeit war er Marketing-Referent einer Investmentgesellschaft in Paris, Filialleiter mit 25 Jahren, übernahm die Leitung einer großen Filiale mit 27 und schließlich die Leitung der größten Filiale seines ehemaligen Arbeitgebers. Nach wenigen Jahren wurde Sascha Rabe als Direktor einer großen Privatkundenbank die Verantwortung für alle Filialen in Niedersachsen übertragen.

Doch die Finanzkrise verschonte auch seinen Arbeitgeber nicht und so war er in vielen Personalabbau-Szenarien gefangen. Dieser Fremdbestimmung wollte er nicht länger ausgeliefert sein.

„Eine steile Karriere? Ich wollte mehr!“

„Ich entschied mich gegen einen weiteren internen Wechsel, der alle drei Jahre üblich war, und reichte meine Kündigung ein. Da ich ab diesem Zeitpunkt sechs Monate freigestellt war, nutzte ich die Zeit und schrieb ein Buch: „Mit Kundenorientierung mehr verkaufen“. Der Titel meines Buches beschreibt das, wonach ich gesucht hatte. Ich wollte meine Berufung, Mitarbeiter und Partner zu führen, mit meiner Leidenschaft verbinden: Kundenkontakt und Kundenberatung.“

 

„Etwas aufbauen, das Bestand hat“

Bereits zu seinen Zeiten als Banker hatte Sascha Rabe Kontakt zu vielen Vermögensberatern und kannte die Unternehmensstruktur.

„Ich hatte darüber nachgedacht, ein ganz neues Unternehmen zu gründen. Aber bei der Deutschen Vermögensberatung fand ich alles vor, wonach ich suchte: Selbstständigkeit, alle Tools für eine maßgeschneiderte Kundenberatung, die Möglichkeit, sich ein eigenes Team aufzustellen und vor allem: Etwas aufzubauen, das Bestand hat. Ich hatte einen Businessplan, ein Auto und einen vollen Tank. Also ging ich los und baute mir etwas eigenes auf.“

Sascha Rabe ist der Leidenschaft für seinen Job treu geblieben: Heute ist er zurück in einer Führungsposition und bildet wieder aus. Zudem nimmt er sich zwei Tage pro Woche, um seinen eigenen Kundenstamm weiterzuentwickeln. „Das wichtigste als Führungskraft ist es, zu wissen, worauf es beim Kunden ankommt.“ Sascha Rabe arbeitet heute nicht weniger. Trotzdem profitiert sein Familienleben von seinem Arbeitswechsel:

Meine beiden Töchter finden es super, dass ich ihnen nun bei Schulaufführungen zuschauen kann, weil ich mir meine Zeit frei einteilen kann.

Im Anschluss an unser Interview machte sich Sascha Rabe auf den Weg zu einer Familie, die schon bald ein Haus bauen möchte. Das junge Paar erwartet Zwillinge.

Mehr dazu im Video in 120 Sekunden: Sascha Rabe im Interview mit Dr. Dirk Reiffenrath (DVAG-Vorstand) über seinen Wechsel zu uns.

 

 

Sascha Rabes »Top 10« Unterschiede zwischen einem Vermögensberater und einem Bankberater:

1. Kundenorientierte Beratung anstelle von Produktverkauf.

2. Unternehmerische Freiheit anstelle von Druck und Zeitvorgaben.

3. Eigenverantwortung statt Anweisungen.

4. Honorierung von Leistung anstelle von eingefrorenen Gehältern.

5. Absolute Transparenz bei Einkommen und Karriere anstelle von »Vitamin B«.

6. Wachstum und Aufbau anstelle von Filialschließungen und Kündigungen.

7. Mitarbeiter führen, fordern und fördern anstelle von Verkaufsvorgaben.

8. Gemeinschaft und Familie anstelle der Trennung von Beruf und Familie.

9. Langfristiges Denken in Generationen, nicht in Quartalsberichten.

10. Die Chance, ein eigenes Unternehmen aufzubauen.